Einsatzberichte
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| Datum: | Zeit: | Einsatzstichwort: | Einsatzort: | Ende: |
| 24. September 2008 | 10:25 Uhr | Gefahrgutunfall | Mittlerer Weg 20, Auggen | 20:00 Uhr |
| alarmierte Feuerwehren: | Feuerwehr Auggen, Schleife 1 Feuerwehr Müllheim, Gefahrgutzug Feuerwehr Müllheim-Hügelheim, Schleife 1 Feuerwehr Müllheim-Britzingen, Schleife 1 Feuerwehr Freiburg |
| Fahrzeuge FW Müllheim: | GW-Mess (1/59),
LF 16/12 (1/44),
GW-G (1/54),
TLF 24/50 (1/24), RW 2 (1/52), LKW (1/74), MTW (14/19), MTW (15/19), LF 8 (15/41), MTW (16/19), LF 10/6 (16/42), TSF (16/47) |
| sonstige Organisationen: |
DRK-Rettungsdienst Müllheim DRK-Ortsverein Müllheim-Badenweiler-Auggen DRK-SEG Markgräflerland DRF Freiburg Polizei Müllheim |
| Einsatzbericht: | |
| Siehe Pressebericht unten... | |
| Bilder: | |
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Bilder: Volker Münch |
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| Pressebericht: | |
| Auggen (mps). Eine Havarie mit dem
chemischen Stoff Ammoniak forderte gestern im Auggener Computermarkt Pearl 84 verletzte Personen,
acht von ihnen mussten in Krankenhäusern zwischen Freiburg und Lörrach eingeliefert
werden. Die Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges Müllheim und der Feuerwehren Auggen,
Britzingen und Hügelheim dämmten die Gefahr ein. Messungen ergaben im weiteren Umfeld
des Marktgebäudes keine gefährliche Konzentration des Gases. Bei Wartungsarbeiten an der Klimaanlage des Fachmarktes trat aus bisher noch nicht geklärter Ursache etwa zehn Kilogramm des unter Druck flüssigen Ammoniaks, das sich nach Austritt umgehend in ein giftiges Gas umwandelte. Die Techniker konnten noch den Maschinenraum verlassen, alarmierten die Mitarbeiter und die Feuerwehr. Geistesgegenwärtig schlossen sie hinter sich alle Türen. Das Gas, das mit Luft zu einem ätzenden, explosionsfähigen Gemisch wird, breitete sich in dem Raum und im benachbarten Lagerbereich schnell mit hoher Konzentration aus. Die flüchtenden Menschen sammelten sich auf der anderen Seite der Bundesstraße 3 und wurden von Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes zum Gemeindehaus im Oberdorf geleitet, wo vier Notärzte – einer vom Freiburger Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht – und etwa 40 Helfer des Rettungsdienstes, der Schnelleinsatzgruppe und den Ortsbereitschaften aus dem DRK-Kreisverbandsgebiet betreut und medizinisch versorgt wurden. Bis zum Abend waren 84 Personen, die meisten davon Mitarbeiter und eine Postzustellerin, medizinisch betreut worden. 21 Menschen erlitten stärkere Vergiftungen, 63 wurden durch die Gasinhalation leicht verletzt. Acht Personen wurden in Kliniken eingeliefert. Während dessen warnte die Polizei die Anwohner, vorsichtshalber Fenster und Türen geschlossen zu halten. Sämtliche Zufahrten zum Gewerbegebiet wurden von Polizeikräften und der Feuerwehr abgeriegelt. Am Gebäude selbst herrschte rege Betriebsamkeit bei den Feuerwehrleuten. Nach der ersten Erkundung der Lage entschlossen sich die Wehrkräfte rund um das geöffnete Fenster, hinter dem die Austrittsstelle lag, eine Wasserwand zu errichten, um das Gas niederzuschlagen und an der Ausbreitung im Freien zu hindern. Mit Erfolg, wie die Messungen der Feldberger Feuerwehr, die als ausgebildete Messgruppe den Gefahrgutzug aus Müllheim ergänzt, ergaben. Da der Wind zu drehen drohte und ein benachbartes Autohaus gefährdet war, wurde der Betrieb evakuiert. Mehrere Pferde, die in unmittelbarer Nachbarschaft untergebracht waren, wurden ebenfalls aus dem Gefahrenbereich gebracht. Um die hohe Konzentration des Gases im Gebäudeinnern zu bekämpfen, wurde es mit mehreren Hochdrucklüftern aus den betroffenen Lagerräumen und dem Maschinenraum herausgepresst. Die ständigen Messungen zeigten, dass dieses Vorgehen zum Erfolg führte. Vor Ort beobachteten Bürgermeister Fritz Deutschmann und Kreisbrandmeister Hansjörg Hagenbach den Einsatz und waren mit der Leistung der Wehren sehr zufrieden. "Die Zusammenarbeit klappt ausgezeichnet", stellte der Bürgermeister angesichts der rund 100 Einsatzkräfte aller Organisationen wie Feuerwehr, DRK und Polizei fest. Die Ursache der Havarie wird nun von der Polizei und der Gewerbeaufsicht untersucht. Die Arbeiten der Feuerwehren dauerten noch bis in die Abendstunden. Nach und nach wurden die Absperrungen reduziert oder ganz aufgehoben. |
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© PJ - Feuerwehr Müllheim 2008